Biografische Notiz

Unterwegs (1977)
RUDOLF BRANDNER
geb. 1955, Studium der Philosophie, Psychologie und Indologie in Freiburg, Paris (Sorbonne) und Heidelberg, 1988 Promotion über Aristoteles (=> Bibl. 5, 1996), 1993 Habilitationsarbeit zum philosophischen Begriff der Geschichtlichkeit (=> Bibl. 4, 1994). 1985 - 1999 neben Lehr- und Vortragstätigkeit im deutschsprachigen Raum zahlreiche Gastprofessuren in Frankreich, Italien und Indien. Seit 1999 Rückzug in die Forschung. Lebt in Freiburg i. Brsg.
Sprachen: engl., franz., ital., span. - latein, griechisch, sanskrit
Arbeitsbereich: Philosophische Grundlagenforschung. Ihre Notwendigkeit entspringt der geschichtlichen Krise modernen Menschseins, insofern diese das Denken unumgänglich vor die Aufgabe stellt, die sachliche Dimension philosophischen Wissens im Hinblick auf die Grundlegung menschlichen Weltverhältnisses neu durchzuklären. Die methodischen und begrifflichen Leitlinien dazu wurden in der Auseinandersetzung mit Heidegger sowie den Grundlagentheorien des Deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling, Hegel) erarbeitet und aus der phänomenologischen Rekonstruktion des maßgeblichen Grundlegungsparadigmas abendländischen Denkens (Aristoteles) neu überdacht. Die von daher erneuerte Durchführung philosophischer Grundlagenforschung ortet sich jenseits aller erkenntnistheoretischen Zentrierung neuzeitlicher Reflexionsphilosophie und ihrer rationalitätstheoretischen Abkünftlinge in der Frage nach der Geschichtlichkeit des Wissens, wie sie seit Hegel für alle moderne Grundlagentheorie (prote philosophia) bestimmend geworden ist; verabschiedet sich aber ebensosehr vom Begriff einer zielgerichteten Verwirklichung einer vermeintlich allgemeinen, mit sich identischen und als maßgeblich erachteten «Vernunft» (Vernunftteleologie) wie von der metaphysikgeschichtlichen Diagnostik abendländischer Seinsverständnisse (Seinsgeschichte). Sie vollzieht sich nun durch die Rückfrage nach der geschichtlichen Grundlegung und Ausbildung menschlichen Weltverhältnisses in Religion, Kunst und Philosophie, die auch die außereuropäischen Grundlegungsparadigmen miteinbezieht. Ihr vorläufiges Ziel ist die Klärung von «Freiheit»als maßgeblichem Horizont menschlichen Weltverhältnisses, um von daher ein gewandeltes Selbst- und Weltverständnis modernen Menschseins auf den Weg zu bringen und es zur Bewältigung seiner religions- und metaphysikgeschichtlichen Krise zu ermächtigen.
Sprachen: engl., franz., ital., span. - latein, griechisch, sanskrit
Arbeitsbereich: Philosophische Grundlagenforschung. Ihre Notwendigkeit entspringt der geschichtlichen Krise modernen Menschseins, insofern diese das Denken unumgänglich vor die Aufgabe stellt, die sachliche Dimension philosophischen Wissens im Hinblick auf die Grundlegung menschlichen Weltverhältnisses neu durchzuklären. Die methodischen und begrifflichen Leitlinien dazu wurden in der Auseinandersetzung mit Heidegger sowie den Grundlagentheorien des Deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling, Hegel) erarbeitet und aus der phänomenologischen Rekonstruktion des maßgeblichen Grundlegungsparadigmas abendländischen Denkens (Aristoteles) neu überdacht. Die von daher erneuerte Durchführung philosophischer Grundlagenforschung ortet sich jenseits aller erkenntnistheoretischen Zentrierung neuzeitlicher Reflexionsphilosophie und ihrer rationalitätstheoretischen Abkünftlinge in der Frage nach der Geschichtlichkeit des Wissens, wie sie seit Hegel für alle moderne Grundlagentheorie (prote philosophia) bestimmend geworden ist; verabschiedet sich aber ebensosehr vom Begriff einer zielgerichteten Verwirklichung einer vermeintlich allgemeinen, mit sich identischen und als maßgeblich erachteten «Vernunft» (Vernunftteleologie) wie von der metaphysikgeschichtlichen Diagnostik abendländischer Seinsverständnisse (Seinsgeschichte). Sie vollzieht sich nun durch die Rückfrage nach der geschichtlichen Grundlegung und Ausbildung menschlichen Weltverhältnisses in Religion, Kunst und Philosophie, die auch die außereuropäischen Grundlegungsparadigmen miteinbezieht. Ihr vorläufiges Ziel ist die Klärung von «Freiheit»als maßgeblichem Horizont menschlichen Weltverhältnisses, um von daher ein gewandeltes Selbst- und Weltverständnis modernen Menschseins auf den Weg zu bringen und es zur Bewältigung seiner religions- und metaphysikgeschichtlichen Krise zu ermächtigen.
Biografische Notiz